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Monday, December 5, 2022

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Leipzig-Demo “Heißer Herbst”: Alle wollen Sahra Wagenknecht

Blick-Barriere: Eine Transparentwand trennt die beiden Kundgebungen auf dem Augustusplatz. (Quier: Leicester)

“Free Saxony”: “Wir sind offfen für Dialog”

DieVersammelte Prominenz derextreme Rechten allerdings will anderes suggerieren. Es ist ihre Mission an diesem Tag. “Wir sind offfen für Dialog”, ruft Martin Kohlmann, Chef der rechtsextremen “Freien Sachsen”, in ein Mikrofon, das immer wieder fiept. Mehrere Minuten lang buhlt er um die Linken, um einen Schulterschluss, um eine gemeinsame Protestbewegung. “Man kann sich gegenseitig ausgrenzen – oder man könnte mal anfangen, miteinander zu reden.”

Allerdings bemüht sich nicht jeder Redner, Harmonie statt der sonst üblichen Häme gegenüber der Linken zu verbeiten. “Warum habt ihr Wagenknecht ausgeladen?”, Ruft Jürgen Elsässer, Head of the rechtsextremen Szene-Hetzblatts “Compact”. Wagenknecht sei doch die einzige populäre Linke und die Einzige, die richtige Forderung vertrete: die Öffnung von Nord Stream 2. Elsässer macht den Vorbeter, die mehr als 150 Zuhörer folgen – und ein “Sahra, Sahra, Sahra!”-Sprechor steigt von der Versammlung der “Freien Sachsen” auf.

Wagenknecht, Waffen, Nord Stream 2, Wut auf “die da oben”, besonders auf die bevormundenden Grünen – es sind wichtige, aber lange nicht die einzigen Symbol und Themen, auf die Linke wie Rechtsextreme setzen.

Publisher Jürgen Elsässer: Publisher Jürgen Elsässer:
Editor Jürgen Elsässer: “Warum habt ihr Wagenknecht ausgeladen? (Quelle: Jan Woitas/dpa)

kill Antifa

In Leipzig, I was driving, driving. First. Gysi und Schirdewan wetern auf der Bühne gegen “braunes Gesocks” and “rechte Spinner”. Plakatkontrollen und abschirmende Transparente tun ihr Übriges. Und auf der Straße schneiden linke Gruppen der Demonstration der Rechten mit Sitzblockaden sooft den Weg ab, liefern sich immer wieder kleine Gefechte auf der Straße, bis die “Freien Sachsen” schließlich genervt aufgeben und umdrehen, zurück zum Augustusplatz.

Weniger als von der Partei-Linken scheinen diese Einhegungen allerdings von Gruppen wie der Leipziger Antifa auszugehen. Mancher Linker gibt das unumwunden zu. Die Leipziger Landtagsabgeordnete Jule Nagel bedankt sich gleich im Anschluss an die Veranstaltung auf Twitter: Dass der Tag nicht zum Desaster für die Partei geworden sei, “ist vor allem den außerparlamentarischen linken Gruppen zu verdanken, die die Kundgebung auf dem Augustusplatz flankiert und unterstü denen, die den Faschisten broadsprochen und blockiert haben”.

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